„Wir wollen zeigen, dass auch der Beruf des Bestatters attraktiv ist!“

So sieht sie aus, Miss Abschied 2016: Tatjana Greiner. Foto: bestatter-preisvergleich.de

So sieht sie aus, Miss Abschied 2016: Tatjana Greiner. Foto: bestatter-preisvergleich.de

Seit zwei Jahren wählt eine Jury die schönste Bestatterin aus und kürt sie zur sogenannten `Miss Abschied´. Im Gespräch mit Markus Pohl, dem Erfinder der Wahl, wird deutlich, dass sich Lifestyle, in Form einer „Miss-Wahl“, sehr gut mit einem ernsten Thema, wie dem Tod, verbinden lässt. 

Von Konstantin Holtkamp

Herr Pohl, erklären Sie uns vielleicht erst einmal, was die Wahl der „Miss Abschied“ ist.

Es handelt sich hierbei um eine „internetbasierte“ Miss-Wahl in der Bestattungsbranche. Im Gegensatz zu klassischen Miss-Wahlen mussten die Bewerberinnen bei uns nicht persönlich vorsprechen, sondern sie wurden ausschließlich auf digitalem Wege „gecastet“. Das heißt, wir haben mittels Pressemitteilung und über die sozialen Netzwerke aufgerufen, sich bei uns zu bewerben. Diesem Aufruf sind – wie bereits 2015 – über 70 Kandidatinnen gefolgt und haben uns ihre Bilder gesendet. Außerdem mussten die Kandidatinnen schriftlich begründen, warum sie Miss Abschied 2016 werden wollten.

Wie kommt man auf die Idee einer „Miss-Abschieds-Wahl“?

Am Anfang stand die Überlegung, öffentlichkeitswirksam auf das Portal Bestatter-Preisvergleich.de und die darauf versammelten Bestattungsunternehmen aufmerksam zu machen. Am Ende der Überlegungen stand dann der Entschluss: Wir suchen eine Miss Abschied.

Nach welchen Kriterien wird die Wahl zur Miss Abschied getroffen?

Miss Abschied kann werden, wer als Bestatterin oder Angestellte in einem Bestattungsunternehmen eine sympathische Ausstrahlung hat, sich zum Beruf des Bestatters sowie der damit verbundenen Verantwortung mit positiver Energie bekennt und – für eine Misswahl nicht unüblich – ganz nett ausschaut.

Wer darf zwischen den Kontrahentinnen auswählen?

Alle Bewerbungen wurden einer Jury aus Branchenvertretern vorgelegt, die dann die Miss Abschied gewählt hat.

Warmherzig und einfühlsam. So beschreibt die Jury Tatjana Greiner. Foto: bestatter-preisvergleich.de

Warmherzig und einfühlsam. So beschreibt die Jury Tatjana Greiner. Foto: bestatter-preisvergleich.de

Die diesjährige Sigerin heißt Tatjana Greiner. Welche Kriterien sprachen für Tatjana Greiner in diesem Jahr?

Sie ist unbestritten attraktiv. Vor allem aber hat sich eine einfühlsame und warmherzige junge Frau beworben, die mit beiden Beinen im Leben steht und ihren Beruf mit großer Hingabe ausübt. Das hat die Jury überzeugt.

Wie lässt sich ein ernstes Thema, wie der Tod, mit einer Miss-Wahl vereinbaren, die man ja eher mit dem Thema Lifestyle verbindet?

Es gibt in so ziemlich jedem Berufszweig mittlerweile Miss-Wahlen. Warum nicht also auch in der Bestattungsbranche? Wir wollen mit dem Contest zeigen, dass auch der Bestatter-Beruf attraktiv ist. Und die diesjährige Siegerin ist doch das beste Beispiel.

Welche Wirkung erhoffen Sie sich durch die Wahlen?

Aus Sicht des Portal-Betreibers ist das Thema Reichweite natürlich nicht unwichtig. Der Branche insgesamt hilft es sicherlich, mal etwas unverkrampfter und selbstbewusster mit dem eigenen Berufsstand umzugehen.

Zur Person: Markus Pohl ist 36 Jahre alt und arbeitet seit 2007 als Unternehmer im Bereich E-Business (B2C). Seine Firma betreibt diverse Plattformen, die Ratsuchenden unter anderem in den Bereichen Pflege, Trauer und Immobilien bei Entscheidungen helfen sollen. Eine dieser Plattformen ist http://www.bestatter-preisvergleich.de/, deren Geschäftsführer er ist.