So war das Jahr 2015

Festgehalten: Die wichtigsten Ereignisse 2015. Foto: Pixabay

Festgehalten: Die wichtigsten Ereignisse 2015. Foto: Pixabay

Sie ließen uns selten kalt: Viele Ereignisse vergangenen Jahres werden uns noch längere Zeit begleiten. Heraus stechen die Terroranschläge von Paris und die Flüchtlingsthematik – doch 2015 war nicht nur ein Jahr der Krisen.

Von Merve Canatan

 Januar. Am 7. Januar wird die französische Hauptstadt von einer grausamen Tat erschüttert. Das Satire-Magazin Charlie Hebdo, bekannt für politische und kritische Karikaturen, wird angegriffen. Terroristen stürmen das Gebäude erschießen zwölf Menschen.

Februar. Im Zuge des Ukrainekonflikts reist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Minsk. Ihr Ziel: Vermittlung und Entschärfung des Konflikts im Osten des Landes. Zusammen mit dem französischen, dem russischen und dem ukrainischen Präsidenten kann eine Waffenruhe vereinbart werden.

Erneut wird das Mittelmeer trauriger Schauplatz mehrerer Schiffsunglücke. Flüchtlingsboote kentern, Hunderte sterben. Immer mehr Menschen wagen die Flucht von Nordafrika nach Europa. Süditalien und Griechenland – dort unter anderem die Insel Lesbos – geraten mit überforderten Auffangstationen in die Medien.

März. Beim Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen verlieren alle 150 Insassen und Besatzungsmitglieder ihr Leben. Der Flug 4U9525 von Barcelona nach Düsseldorf soll laut Ermittlern vom Co-Piloten absichtlich gegen einen Hang gesteuert worden sein. Viele Opfer stammen aus Deutschland, darunter auch eine Schulklasse aus Haltern am See.

April. In der Himalaya-Region richtet ein Erdbeben der Stärke 7,8 große Schäden an. Besonders betroffen ist Nepal. Mehr als 8000 Menschen kommen um den 25. April ums Leben.

Mai. Vor 70 Jahren endete der zweite Weltkrieg. In Berlin-Treptow gedenkt man diesem geschichtsträchtigen Ereignis am sowjetischen Ehrenmal. Auch im Bundestag erinnern die Abgeordneten an den 8. Mai 1945.

Juni. Beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern verhandeln die Regierungschefs unter anderem über klimapolitische Themen. Globalisierungsgegner kritisieren die Gespräche.

Juli. In Griechenland gewinnen Alexis Tsipras und sein Linksbündnis die neu angesetzten Wahlen. Trotzdem steht die Eurozone erneut vor einer Zerreißprobe, denn die angesetzten Reformen stoßen nicht überall auf Zuspruch. Ein Grexit scheint nicht ausgeschlossen. Nach 17 Stunden Verhandlung in Brüssel akzeptiert Tsipras ein drittes Kreditpaket.

August. Die Landesverrat-Affäre um Harald Lange endet in der Entlassung des Generalbundesanwalts. Dessen Ermittlungen gegen zwei Blogger, die aus internen Unterlagen des Verfassungsschutzes zitierten, waren der Auslöser.

September. Die sogenannte Abgas-Affäre erschüttert Volkswagen. Bei verschiedenen Dieselmotoren sorgte eine Software für die vorübergehende Einhaltung der Abgaswerte in Testsituationen. In Gebrauch wurde der Grenzwert dann deutlich überschritten. Allein in den USA muss VW 115.000 Wagen zurückrufen. Ende des Jahres wird der Konzern von den USA in Milliardenhöhe verklagt.

Oktober. Zwei Selbstmordattentate während einer Friedensdemonstration in Ankara erschüttern die Türkei. 102 Menschen sterben und 500 werden verletzt. Drei Wochen später gewinnt die konservative Partei von Regierungschef Erdogan die absolute Mehrheit.

November. Anhaltende Flüchtlingsströme bleiben eine Herausforderung für Deutschland. Die Meinungen bleiben gespalten – eine Obergrenze wird jetzt offen diskutiert. Bereits 800 Straftaten an Flüchtlingen und Flüchtlingsheimen sind über das Jahr hinweg verübt worden.

Dezember. Auf der Klimakonferenz wird ein Abkommen zwischen allen teilnehmenden 195 Staaten erzielt. Verschiedene Regulierungen sollen den Ausstoß von Treibhausgasen vermindern. Das Ziel soll – gemessen an der vorindustriellen Zeit – eine globale Erwärmung von weniger als zwei Grad sein.